Wie funktioniert Schlaf? Warum brauchen Pflanzen Wasser? Und womit bezahlen Menschen eigentlich, wenn es keine Münzen oder Geldscheine gibt? Bei der Frankfurter Kinder-Uni 2026 können Kinder solchen Fragen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Goethe-Universität nachgehen.
Vom 7. bis 10. September 2026 öffnet die Goethe-Universität Frankfurt bereits zum 23. Mal ihren Campus Westend für junge Entdeckerinnen und Entdecker. Die Kinder-Uni richtet sich insbesondere an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren und bietet ihnen die Möglichkeit, Universität und Wissenschaft einmal ganz unmittelbar kennenzulernen.
Vier Tage – vier spannende Themen
Die Vorlesungen greifen Fragen auf, die unmittelbar an die Lebenswelt von Kindern anknüpfen und gleichzeitig den Blick auf echte wissenschaftliche Forschung öffnen.
Am Montag, 7. September, geht es unter dem Titel „Salzblöcke und Riesendonuts“ um die Frage, womit Menschen in unterschiedlichen Ländern und Kulturen bezahlen. Die Ethnologinnen Professorin Susanne Fehlings und Dr. Sophia Thubauville zeigen, dass Geld keineswegs immer aus Münzen und Scheinen bestehen muss – auch Muscheln, Kakaobohnen oder Salzbarren können Zahlungsmittel sein.
Am Dienstag, 8. September, nimmt der Hirnforscher Professor Jochen Roeper die jungen Studierenden mit in die Welt des Schlafs. In „Warum muss ich schon ins Bett?“ geht es unter anderem darum, warum wir schlafen und träumen, weshalb manche Menschen schlafwandeln und warum Kinder andere Schlafgewohnheiten haben als Erwachsene. Auch die spannende Frage, ob unser Gehirn sogar im Schlaf weiterlernen kann, spielt eine Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kinder-Uni beschäftigt sich 2026 mit digitalen Medien. Damit greift die Universität ein Thema auf, das für Kinder längst zum Alltag gehört und gleichzeitig viele spannende wissenschaftliche Fragen aufwirft.
Zum Abschluss erklärt der Botaniker Dr. Markus Fauth am Donnerstag, 10. September, „Warum Pflanzen Durst haben“. Dabei erfahren die Kinder, wie Wasser von den Wurzeln bis in die Blätter gelangt – und wie dieser erstaunliche Transport selbst bei riesigen Mammutbäumen funktionieren kann.
Einmal selbst Uni-Luft schnuppern
Das Besondere an der Frankfurter Kinder-Uni ist nicht nur der Inhalt. Die Veranstaltungen finden im großen Hörsaal auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt. Die jungen Besucherinnen und Besucher erleben damit ein Stück echten Universitätsalltag und können sich rund um die Vorlesungen auf dem Campus bewegen.
Vormittags finden die Vorlesungen jeweils um 9.30 Uhr und 11.30 Uhr für angemeldete Schulklassen statt. Besonders interessant für Familien ist das Nachmittagsangebot: Um 16 Uhr können Kinder zwischen acht und zwölf Jahren gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson die Vorlesungen besuchen.
Warum die Kinder-Uni auch für besonders interessierte Kinder spannend ist
Kinder-Unis können eine schöne Ergänzung zur schulischen Förderung sein. Gerade Kinder mit ausgeprägter Neugier, besonderen Interessen oder einem großen Wissensdrang erleben hier Wissenschaft außerhalb des normalen Unterrichts. Dabei geht es nicht darum, bereits möglichst viel Vorwissen mitzubringen. Vielmehr können Kinder erleben, dass ihre Fragen ausdrücklich erwünscht sind und dass hinter alltäglichen Beobachtungen oft spannende wissenschaftliche Zusammenhänge stecken.
Auch für Familien, die nach Angeboten für besonders interessierte oder leistungsstarke Kinder suchen, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Kinder-Uni. Sie ersetzt natürlich keine individuelle Begabungsförderung, kann aber neue Interessen wecken und Kindern einen ersten Zugang zur Welt von Forschung und Universität eröffnen.
Frankfurter Kinder-Uni 2026 auf einen Blick
Termin: 7.–10. September 2026
Ort: Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt
Alter: insbesondere 8–12 Jahre
Vorlesungen: vormittags für angemeldete Schulklassen, nachmittags um 16 Uhr für Kinder mit Erwachsenenbegleitung
Themen 2026: Ethnologie und Zahlungsmittel, Schlaf und Gehirn, digitale Medien sowie Pflanzen und Wassertransport
Weitere Informationen und aktuelle Hinweise zur Veranstaltung gibt es direkt bei der Goethe-Universität Frankfurt.
